Dokumentation, 45 Minuten, dt. OF / ORF
Regie: Uli Jürgens
Sounddesign und Mischung: studioROT

ZÜGE INS LEBEN – KINDERTRANSPORTE IM 2. WK
Ilse Melamid, Hans Menasse, Ari Rath und Dora Schimanko gehörten zu jenen Kindern, die 1938/39 mit so genannten Kindertransporten ins Ausland geschickt wurden, vor allem nach Großbritannien – organisiert von der Jüdischen Gemeinde und den Quäkern – oder auch mit Hilfe der Jugendalijah nach Palästina. Sie waren vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten in Sicherheit, wurden von wohltätigen Familien aufgenommen oder aber zu harter Arbeit verpflichtet. Die Eltern wollten wohl nachkommen, schafften es in den meisten Fällen aber nicht. Mit Kriegsbeginn endeten die Transporte, aus Österreich kamen irgendwann keine Briefe mehr. Viele Kinder hatten nach Kriegsende niemanden, der auf sie wartete.
Woran erinnern sich die heute rund 90-Jährigen? Welche Strategien entwickelten sie, um mit Einsamkeit, Fremdheit und dem Verlust der Familie umzugehen? Und wie sieht es mit der Aufarbeitung dieses Kapitels in der österreichischen Zeitgeschichte aus? Wie sehr standen und stehen diese Geschichten im Schatten des Holocaust? Rund 1,5 Millionen Kinder wurden im Zweiten Weltkrieg in Konzentrationslagern ermordet. Knapp 2.800 Kinder und Jugendliche aus Österreich überlebten dank der Kindertransporte.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.